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Kostenlos · ohne Anmeldung · § 4 ArbZG

Arbeitszeitrechner

Tagesarbeitszeit, Wochenstunden, Überstunden und Industriestunden berechnen — mit automatischem Pausenabzug nach § 4 ArbZG und Monatsansicht.

Heute: 8 Std 30 Min Arbeitszeit · Woche: 40,00 h

1. Tagesarbeitszeit berechnen

Start und Ende eingeben — den Rest macht der Rechner. Nachtschicht? Einfach Endzeit kleiner als Startzeit wählen (z. B. 22:00 bis 06:00).

Bei mehr als 6 Stunden: 30 Min Abzug · bei mehr als 9 Stunden: 45 Min Abzug. Solange aktiv, werden die manuellen Pausen ignoriert.

Noch nichts berechnet — Werte eingeben und los geht's.

Formel: (Endzeit − Startzeit) − Pausen. Bei Nachtschichten wird über Mitternacht gerechnet.

2. Wochenstunden, Überstunden & Monatsansicht

Trage deine täglichen Stunden ein (z. B. 8 oder 7,5). Der Rechner addiert die Woche, vergleicht mit der 40-Stunden-Woche und rechnet auf den Monat hoch.

Noch nichts berechnet — Tagesstunden eingeben und los geht's.

Überstunden = Wochenstunden − 40 · Monat ≈ Wochenstunden × 4,33. Hinweis: 40 Stunden ist der Vergleichsmaßstab — deine vertragliche Wochenarbeitszeit kann abweichen (z. B. 38,5 h oder 35 h).

Das Wichtigste in Kürze

  • Automatisch oder manuell: Der Rechner zieht deine Pausen nach § 4 ArbZG automatisch ab — oder du trägst bis zu 4 Pausen selbst ein.
  • Alles auf einen Blick: Tagesstunden, Wochenstunden, Überstunden, Industriestunden für die Lohnabrechnung und eine Monatsansicht.
  • Privat und kostenlos: Alles läuft in deinem Browser — keine Anmeldung, keine Datenübertragung.

So funktioniert's

  1. Zeiten eintragen: Start- und Endzeit wählen — Nachtschichten (z. B. 22:00 bis 06:00) erkennt der Rechner automatisch.
  2. Pausen wählen: Häkchen bei „Gesetzliche Pausen" lassen oder bis zu 4 Pausen manuell eintragen.
  3. Ergebnis ablesen: Deine Netto-Arbeitszeit steht sofort da — inklusive Warnung, wenn du über 10 Stunden kommst.
  4. Woche addieren: Unten die Tagesstunden eintragen für Überstunden und die Monatsansicht.

Was die Ergebnisse bedeuten

Netto-Arbeitszeit: Das, was wirklich zählt — deine Bruttozeit minus Pausen. Pausen sind keine Arbeitszeit, deshalb werden sie abgezogen.

Überstunden: Alles über 40 Stunden pro Woche. Sie sind die Basis für Freizeitausgleich oder Auszahlung — was für dich gilt, steht in deinem Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag.

Industriestunden: Deine Zeit im Dezimalformat für die Lohnabrechnung. 7:45 Stunden sind 7,75 Industriestunden. Programme wie DATEV oder SAP rechnen damit: Stundenlohn × Industriestunden = Bruttolohn. Einfach den Dezimalwert mit deinem Stundenlohn multiplizieren.

Monatsansicht: Deine Wochenstunden × 4,33 — so viele Stunden leistest du im Monatsdurchschnitt. Viele Verträge mit Monatsstunden rechnen genau so.

Arbeitszeitgesetz § 3 — Höchstarbeitszeit

Die werktägliche Arbeitszeit darf 8 Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden verlängert werden — aber nur, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten im Durchschnitt nicht mehr als 8 Stunden pro Werktag gearbeitet wird.

Die Formel

So rechnet der Rechner — Schritt für Schritt, ohne Blackbox:

  • Bruttozeit = Endzeit − Startzeit (bei Nachtschicht + 24 Stunden)
  • Auto-Pause (§ 4 ArbZG): Brutto über 9 Stunden → 45 Min · Brutto über 6 Stunden → 30 Min · sonst 0
  • Netto-Arbeitszeit = Bruttozeit − Pausen
  • Industriestunden = Netto-Minuten ÷ 60 (z. B. 465 ÷ 60 = 7,75)
  • Monatsstunden = Wochenstunden × 4,33

Häufige Fragen

Ist die Arbeitszeiterfassung gesetzlich geregelt?

Ja. Der Europäische Gerichtshof hat 2019 (Urteil C-55/18) entschieden, dass Arbeitgeber in der EU ein System zur täglichen Arbeitszeiterfassung einführen müssen. In Deutschland regelt das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) die Details: wie lange du täglich arbeiten darfst, wann Pausen nötig sind und wie lange die Ruhezeit zwischen zwei Schichten sein muss.

Zählen Pausen zur Arbeitszeit?

Nein. Ruhepausen nach § 4 ArbZG unterbrechen die Arbeit und zählen nicht als Arbeitszeit — genau deshalb zieht der Rechner sie von deiner Bruttozeit ab. Anders sieht es beim Bereitschaftsdienst aus: Der zählt in der Regel als Arbeitszeit, weil du dich bereithalten musst.

Was sind Industriestunden?

Industriestunden sind deine Arbeitszeit im Dezimalformat — also 7,75 statt 7:45. Die Lohnabrechnung (z. B. DATEV, SAP) rechnet damit, weil sich Dezimalzahlen leichter multiplizieren lassen: 7,75 Industriestunden × 20 € Stundenlohn = 155 € Brutto. Der Rechner zeigt dir beide Werte an.

Wie viele Überstunden darf ich machen?

Das Gesetz begrenzt nicht die Überstunden direkt, sondern die tägliche Höchstarbeitszeit: 8 Stunden normal, bis zu 10 Stunden ausnahmsweise. Ob deine Überstunden ausbezahlt oder als Freizeit ausgeglichen werden — und ob es Zuschläge gibt — steht in deinem Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag.

Gilt der Rechner auch für Nachtschichten?

Ja. Gib einfach eine Endzeit ein, die kleiner ist als die Startzeit (z. B. 22:00 bis 06:00) — der Rechner erkennt den Tageswechsel automatisch. Beachte: Für Nachtarbeit gelten besondere Regeln (§ 6 ArbZG), unter anderem maximal 8 Stunden pro Nacht und ein Ausgleich innerhalb eines Monats.

Warum rechnet die Monatsansicht mit 4,33?

Ein Jahr hat 52 Wochen, geteilt durch 12 Monate ergibt das 4,33 Wochen pro Monat im Durchschnitt. Wochenstunden × 4,33 = Monatsstunden. So rechnen auch viele Arbeitsverträge und Lohnabrechnungen — es ist der ehrlichste Durchschnittswert.

Quellen: Arbeitszeitgesetz (ArbZG), §§ 2–6 und 9; EuGH-Urteil C-55/18 zur Arbeitszeiterfassung. Keine Rechtsberatung — bei Zweifeln frag deinen Betriebsrat oder einen Anwalt für Arbeitsrecht.